Mittelalterliche Stadtbefestigung in Gartz mit erhaltenem Nordteil und Stettiner Tor.
Die Stadtbefestigung Gartz ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage in Gartz (Oder) in Brandenburg. Sie entstand ab dem 13. Jahrhundert und umfasste Stadtmauer, vier Stadttore und Wachtürme. Erhalten sind heute Teile der Mauer sowie das Stettiner Tor; die Anlage ist als Baudenkmal des Landes Brandenburg ausgewiesen.
Die Stadtbefestigung Gartz ist die mittelalterliche Verteidigungsanlage der Stadt Gartz (Oder) im Landkreis Uckermark in Brandenburg. Sie entstand ab dem 13. Jahrhundert und bestand weitgehend aus einer Stadtmauer sowie vier Stadttoren. Erhalten ist heute vor allem der Nordteil der Stadtmauer mit dem Stettiner Tor; außerdem sind Teile der Mauer am nördlichen und westlichen Stadtrand vorhanden. Die Befestigung wurde mit Findlingen aus Feldstein und Backstein errichtet. Innerhalb der Mauer befanden sich drei Wachtürme, darunter der „Blaue Hut“ und das „Storchennest“. Durch den Zweiten Weltkrieg und die Baupolitik der DDR wurde die Stadtbefestigung stark zerstört. Vom ehemaligen Blauen Hut ist noch der blendengeschmückte rechteckige Unterbau erkennbar. Das im 14. Jahrhundert erbaute Storchennest besitzt noch seinen Unterbau sowie einen achteckigen Aufsatz mit Zinnenkranz und steinernem Kegelhelm, der vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Das Stettiner Tor wurde im 13. Jahrhundert als eines der ursprünglich vier Tore in Feldsteinbauweise mit stichbogiger Durchfahrt errichtet und ist das einzige heute erhaltene Tor. Im 15. Jahrhundert erhielt es einen dreigeschossigen Backsteinturm. Zwischen 1995 und 1997 wurde das Stettiner Tor restauriert. Die Stadtbefestigung ist als Baudenkmal des Landes Brandenburg ausgewiesen.