Mittelalterliche Stadtmauer mit Pulverturm in Angermünde, teilweise bis heute erhalten.
Die Stadtbefestigung Angermünde ist eine teilweise erhaltene mittelalterliche Stadtmauer in Angermünde unter Denkmalschutz. Sie wurde im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut und umschloss ursprünglich West-, Süd- und Ostseite der Stadt. Erhalten sind heute Teile der Mauer, einige Weichhäuser und der Pulverturm aus dem 15. Jahrhundert.
Die Stadtbefestigung Angermünde ist eine teilweise erhaltene mittelalterliche Stadtmauer in Angermünde, deren Reste unter Denkmalschutz stehen. Sie wurde im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut und umschloss zunächst die West-, Süd- und Ostseite der Stadt. Bereits 1292 werden die drei Haupttore erwähnt: das Kerkower oder Prenzlauer Tor, das Finnower oder Berliner Tor und das Hohe oder Schwedter Tor. Um 1302 war die Mauer etwa 1410 Meter lang, rund 7 Meter hoch und mit 36 Weichhäusern versehen; vor ihr lagen ein Doppelwall und zwei Wassergräben. Zwischen 1350 und 1400 wurde das Kerkower Tor nach Süden verlegt, im 15. Jahrhundert entstand der Pulverturm. Im 16. Jahrhundert verlor die Befestigung ihre Funktion, später wurden große Teile abgetragen. Seit 1879 pflegte und sicherte man die verbliebenen Reste als historisches Erbe. Heute ist noch etwa ein Sechstel der ehemaligen Stadtmauer erhalten, vor allem an der Südseite der Stadt. Dort sind Teile von vier Weichhäusern sichtbar. Weitere Abschnitte liegen im Nordosten, Nordwesten und Westen der Altstadt. Der Pulverturm, ein runder Backsteinbau auf Feldsteinsockel, diente als Wachturm, Verlies und Pulverlager. Er ist etwa 24 Meter hoch und besitzt schmale Scharten statt Fenster.