Mittelalterliche Niederungsburgruine in Friesack, Brandenburg, Deutschland.
Die Burg Friesack ist eine mittelalterliche Wasserburg in Friesack, Brandenburg, Deutschland. Ursprünglich eine slawische Befestigung, wurde sie im 12. Jahrhundert zu einer steinernen Wasserburg ausgebaut. Der Ort ist als architektonisches und archäologisches Kulturdenkmal anerkannt, und seine Ruinen sind im Denkmalverzeichnis Brandenburgs eingetragen.
Burg Friesack ist eine mittelalterliche Niederungsburg, genauer eine Wasserburg, in der Stadt Friesack im Landkreis Havelland in Brandenburg, Deutschland. Der Ort ist sowohl als Bau- als auch als Bodendenkmal anerkannt. Die Ursprünge der Burg reichen bis vor 1150 zurück, als sie zunächst als slawische Befestigung bestand. Bedeutung erlangte sie, als Albrecht der Bär 1150 die Kontrolle über die Region übernahm und den Bau eines Damms durch die umliegenden Sümpfe in Auftrag gab. Dadurch wurde der Ort zu einer bedeutenden steinernen Wasserburg, strategisch am Beginn einer wichtigen Handelsroute gelegen. Die erste dokumentierte Erwähnung der Burg, als „Vrisac“, stammt aus dem Jahr 1216. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, unter anderem wurde sie der Adelsfamilie von Friesack und später der Familie von Bredow übertragen. 1409 erwarb Dietrich von Quitzow die Burg, die wegen der Fehden der Quitzow-Brüder mit benachbarten Städten berüchtigt wurde. Um ihre Aktivitäten einzudämmen, eroberte Burggraf Friedrich VI. von Hohenzollern die Burg 1414 mit einer großen Kanone namens „Faule Grete“. Die Burg verfiel schließlich, und die Familie von Bredow errichtete auf dem Gelände Herrenhäuser, die sie bis Mitte des 19. Jahrhunderts bewohnte.