Slawische Burgstätte auf der Bützsee-Halbinsel in Brandenburg, Deutschland.
Burgwall Altfriesack ist eine slawische Burganlage im Nordwesten Brandenburgs, Deutschland, im Ortsteil Wustrau-Altfriesack von Fehrbellin. Sie war vom 9. bis zum frühen 13. Jahrhundert besetzt und kontrollierte Land- und Wasserwege. Eine dort gefundene slawische Gottheitsfigur befindet sich heute im Neuen Museum in Berlin.
Burgwall Altfriesack ist eine ehemalige slawische Burgstelle in Fehrbellin, Brandenburg, Deutschland, am nordwestlichen Ufer des Bützsees im Ortsteil Wustrau-Altfriesack. Die Anlage wird als Niederungsburg eingestuft und ist heute als Burgwall erhalten. Sie war vom 9. bis ins frühe 13. Jahrhundert besiedelt und diente wahrscheinlich als Kultzentrum des Stammes der Zamzizi. Ihre Lage auf einer Halbinsel war strategisch wichtig für die Kontrolle einer Route entlang des Rhinluchs und des Wasserverkehrs zwischen der Ruppiner Seenkette und der Havel. Mitte des 19. Jahrhunderts, zwischen 1845 und 1850, wurde ein Teil des Burgwalls abgetragen. 1857 wurde in der Nähe eine 1,62 Meter hohe hölzerne anthropomorphe Kultfigur, das „Altfriesacker Idol“, gefunden; sie befindet sich heute im Neuen Museum in Berlin. Archäologische Untersuchungen identifizierten außerdem bronzezeitliche und frühslawische Keramik am nahe gelegenen Schlossberg.