Slawische Festungsruinen aus dem 8. Jahrhundert in Drense, Deutschland.
Burgwall Drense ist eine slawische Befestigungsanlage in Drense, einem Ortsteil von Grünow in Brandenburg, Deutschland. Sie stammt aus dem 8. Jahrhundert und diente als bedeutendes Siedlungszentrum. Die Anlage weist einen hufeisenförmigen Grundriss auf und wurde im 11. und 12. Jahrhundert zu einer Festung ausgebaut.
Burgwall Drense ist eine historische Stätte in Drense, einem Ortsteil der Gemeinde Grünow im Landkreis Uckermark in Brandenburg, Deutschland. Es handelt sich um die Überreste einer slawischen Niederungsburg, bekannt als „Burgstall“, aus dem 8. bis 13. Jahrhundert. Das Gelände umfasst eine Fläche von 2,3 Hektar und weist eine hufeisenförmige Anlage mit den Maßen 160 Meter West-Ost und 135 Meter Nord-Süd auf. Archäologische Untersuchungen unter der Leitung von Volker Schmidt zwischen 1980 und 1984 ergaben, dass es sich ursprünglich im 6. und 7. Jahrhundert um ein unbefestigtes slawisches Dorf handelte. Um 700 n. Chr. begann der Bau der Burg, und im 9. Jahrhundert wurde sie um eine befestigte Vorburg erweitert. Die Burg diente als zentraler Knotenpunkt für ein 14 km² großes slawisches Siedlungsgebiet und war eine bedeutende Festung des Stammes der Ukranen. Sie unterhielt umfangreiche Handelsbeziehungen mit Regionen wie der Kiewer Rus, Polen, Mähren und dem Ostseeraum. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg während der Feldzüge Albrechts des Bären angegriffen und teilweise zerstört. Anschließend kam sie unter deutsche Kontrolle und wurde in Urkunden erwähnt, bis sie im späten 13. Jahrhundert aufgegeben wurde.