Slawischer Burgwall und archäologischer Burgstall bei Lossow nahe Frankfurt (Oder).
Der Burgwall Lossow ist ein Burgwall und Burgstall eines ehemaligen slawischen Burgwalls im heutigen Lossow bei Frankfurt (Oder) in Brandenburg. Die Anlage liegt westlich der Oder, ist als Bodendenkmal gelistet und umfasst heute etwa 4,8 Hektar. Archäologische Forschungen fanden seit dem späten 19. Jahrhundert statt.
Der Burgwall Lossow ist ein Burgwall und Burgstall eines ehemaligen slawischen Burgwalls im heutigen Lossow, einem Ortsteil der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) in Brandenburg. Die Anlage liegt etwa sieben Kilometer südlich von Frankfurt (Oder) westlich der Oder. Geschützt wird der innere Bereich im Norden und Westen durch eine bis zu sechs Meter hohe Holz-Erde-Mauer, im Osten durch die Steile Wand und im Süden durch ein natürliches Tal. Die heute messbare Befestigung umfasst 4,8 Hektar. Die Geschichte des Platzes reicht weit zurück. Bereits im 12. Jahrhundert v. Chr. bestand hier eine befestigte Siedlung, vermutlich begann der Bau des Burgwalls im 10. Jahrhundert v. Chr. Grabungen lieferten Hinweise auf Bronzeverarbeitung sowie auf Haus- und Wildtiere, Fische und Pflanzen. In der frühen Eisenzeit besiedelte die Göritzer Gruppe das Gebiet. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde der Burgwall aufgegeben. Im 8. Jahrhundert wurde die Burg wiederaufgebaut und brannte im 10. Jahrhundert ab. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Platz Gegenstand archäologischer Forschung. Wissenschaftliche Untersuchungen begannen 1898; weitere Ausgrabungen fanden unter anderem 1909, 1919, ab 1926, 1968, 1980 bis 1984 und 2009 statt. Der Burgwall ist in der Bodendenkmalliste Brandenburg als Kulturdenkmal verzeichnet.