Slawische Burgruine bei Tietzow, Brandenburg, Deutschland.
Burgwall Tietzow ist eine slawische Niederungsburg-Ruine in der Nähe von Tietzow, einem Ortsteil von Nauen in Brandenburg, Deutschland. Sie stammt aus dem 8. bis 12. Jahrhundert und weist eine rund-ovale Form sowie Reste eines Grabens auf, der heute größtenteils durch landwirtschaftliche Nutzung erodiert ist.
Burgwall Tietzow ist der Standort einer slawischen Niederungsburg, oder eines „Burgstalls“, in der Nähe von Tietzow, einem Ortsteil der Stadt Nauen im Landkreis Havelland in Brandenburg, Deutschland. Dieses Kulturdenkmal stammt aus dem 8. bis 12. Jahrhundert. Der Standort liegt etwa einen Kilometer nordwestlich von Tietzow entlang eines Feldwegs. Die Überreste der Burg bilden eine ungefähr ovale Form mit einer Größe von etwa 120 mal 80 Metern. Archäologische Befunde deuten darauf hin, dass sich an diesem Ort einst eine kleinere Kernburg befand. Die Reste der Burgmauer sind gegenüber dem umliegenden Gelände leicht erhöht und von Eichen- und Haselsträuchern bewachsen. Obwohl der umlaufende Graben heute nicht mehr klar sichtbar ist, lassen sich noch Spuren davon erkennen. Im Laufe der Zeit haben landwirtschaftliche Tätigkeiten die Überreste der Burg erheblich erodiert. Trotzdem bleibt der Ort ein wichtiges archäologisches und historisches Denkmal, das Einblicke in die slawische Vergangenheit der Region bietet. Der Burgwall Tietzow ist in Deutschland als Kulturdenkmal anerkannt und unterstreicht seine Bedeutung in der historischen und kulturellen Landschaft des Landes. Der Ort bleibt für Archäologen und Historiker von Interesse, die slawische Befestigungen und mittelalterliche Siedlungsmuster in Brandenburg untersuchen.