Mittelalterliche Befestigung und Kulturdenkmal in Brandenburg, Deutschland.
Die Reitweiner Wallberge sind eine historische Burganlage auf dem Reitweiner Sporn in Brandenburg, Deutschland. Sie sind ein Kulturdenkmal mit Überresten germanischer und slawischer Siedlungen. Das Gelände umfasst zwei durch eine Mauer getrennte Bereiche und wird seit dem 19. Jahrhundert archäologisch untersucht.
Die Reitweiner Wallberge ist eine historische Burganlage auf dem Reitweiner Sporn nahe dem Oderbruch in Brandenburg, Deutschland. Die als Kulturdenkmal anerkannte Anlage ist seit dem 19. Jahrhundert von Bedeutung. Archäologische Ausgrabungen haben Spuren sowohl germanischer als auch slawischer Siedlungen zutage gefördert, was auf ihre Nutzung während des slawischen Mittelalters, ungefähr vom 8. bis zum 10. Jahrhundert, hinweist. Die Burg gehörte zum Siedlungsgebiet der Liutizen, eines slawischen Stammes, und diente als Zentrum für den lokalen Adel und seine Gefolgsleute. Die Reitweiner Wallberge liegt etwa einen Kilometer südlich von Reitwein auf einem Plateau in einer Höhe von ungefähr 45 Metern. Das Gelände umfasst eine Fläche von etwa vier Hektar und ist durch eine Mauer in zwei Abschnitte geteilt. Zu den Befestigungen gehören Schutzwälle und Gräben, wobei steile Hänge einen natürlichen Schutz bieten. Ausgrabungen in den Jahren 1872 und 1930 legten verschiedene Kulturschichten und Artefakte frei, darunter Keramik und Urnen der Semnonen, eines germanischen Stammes, sowie zahlreiche slawische Keramikfunde. Die Reitweiner Wallberge ist Teil eines Netzes ähnlicher Befestigungen entlang der Oder und unterstreicht damit ihre historische Bedeutung als strategischer und kultureller Ort in der Region.