Mittelalterliche slawische Befestigungsreste in Lübben, Spreewald, Deutschland.
Die Slawenburg Lübben ist eine mittelalterliche slawische Burganlage in Lübben im Spreewald, Deutschland. Ursprünglich wurde sie im 11. bis 12. Jahrhundert vom Stamm der Lusici erbaut und verfügte über eine hölzerne Mauer, die von einem Graben umgeben war. Heute befindet sich auf dem Gelände das Gästehaus Haus Burglehn.
Die Slawenburg Lübben, auch als Burglehn bekannt, ist der Standort einer ehemaligen slawischen Befestigung am Südrand von Lübben in der Region Spreewald in Brandenburg, Deutschland. Diese mittelalterliche Befestigung war die bedeutendste Burg am nördlichen Spreewalddurchgang. Die ursprüngliche Anlage, die vermutlich vom slawischen Stamm der Lusici errichtet wurde, stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert und wurde möglicherweise auf Resten aus dem 9. und 10. Jahrhundert erbaut. Die Befestigung besaß einen kreisförmigen Wall aus in Blockbauweise gestapelten Holzstämmen, der mit Erde gefüllt und von einem Graben umgeben war. Der Wall erreichte eine Höhe von 4 Metern, hatte einen Kronendurchmesser von 150 Metern und war von Norden her über einen flachen Damm erreichbar. Der Ort diente möglicherweise bis zum 14. Jahrhundert als Sitz der Burggrafen von Lübben, bevor diese nach Schloss Lübben umzogen. Die Befestigung brannte schließlich ab und sank teilweise ins Moor ein. Im späten 19. Jahrhundert wurde das Gebiet in einen Bauernhof umgewandelt, und es entstand das Gasthaus Haus Burglehn, das noch heute besteht. Archäologische Ausgrabungen wurden im 19. Jahrhundert sowie 1966 und 1967 durchgeführt.