Mittelalterliche Burg und Museum in Wittstock/Dosse, Brandenburg, Deutschland.
Das Alte Bischofspalais in Wittstock/Dosse, Brandenburg, Deutschland, ist eine historische Burg, die 1244 erbaut wurde. Es diente bis 1548 als Residenz der Bischöfe von Havelberg. Heute beherbergt es das Ostprignitz-Museum und das Dreißigjährige-Krieg-Museum, die lokale Geschichte und Kriegsartefakte zeigen.
Das Alte Bischofspalais, auch bekannt als Alte Bischofsburg, ist eine historische Burg in Wittstock/Dosse, Brandenburg, Deutschland. Sie wurde 1244 an der Stelle einer früheren slawischen Siedlung errichtet und diente von 1271 bis 1548 als Residenz der Havelberger Bischöfe. Die Stadt Wittstock erhielt 1248 das Stadtrecht, und die Burg wurde zu einem bedeutenden Teil ihrer Entwicklung. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) erlitt die einst als uneinnehmbar geltende Burg schwere Schäden. Eine Pestepidemie im Jahr 1638 verwüstete die Stadt weiter und tötete über 1500 Menschen. Restaurierungsarbeiten von 1995 bis 1998, finanziert von der EU, verwandelten den Ort in ein kulturelles Zentrum. Heute beherbergt sie das Ostprignitz-Museum, das sich auf Ortsgeschichte, Landschaft und traditionelles Handwerk konzentriert, sowie das Museum des Dreißigjährigen Krieges, das in Deutschland mit seiner antimilitaristischen Darstellung einzigartig ist. Die Burg war Teil eines mächtigen Stadtmauersystems, das ursprünglich neun bis elf Meter hoch war und heute auf vier bis sieben Meter reduziert ist. Der Torturm aus dem 13. Jahrhundert bleibt ein markantes Merkmal. Historisch gesehen war die Burg eine der schönsten und stärksten Festungen Brandenburgs und diente vor ihrem Umbau zum Museum verschiedenen Zwecken.