Klassizistisches Sommerschloss im Park Sanssouci in Potsdam, Deutschland.
Schloss Charlottenhof in Potsdam, Deutschland, war die Sommerresidenz des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, später König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Es wurde vom Architekten Karl Friedrich Schinkel im neoklassizistischen Stil entworfen und ist Teil des UNESCO-Welterbes Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin.
Schloss Charlottenhof, in Potsdam, Deutschland gelegen, ist ein neoklassizistischer Palast im Park Sanssouci. Ursprünglich war es ein zwischen 1756 und 1758 errichtetes Herrenhaus, das 1825 von Kronprinz Friedrich Wilhelm erworben wurde. Er beauftragte den renommierten Architekten Karl Friedrich Schinkel, es zu einer Sommerresidenz im Stil antiker römischer Villen umzubauen. Die Umgestaltung erfolgte von 1826 bis 1829, wobei Schinkels Schüler Ludwig Persius am Projekt mitwirkte. Das Schloss ist für seine klassische Architektur bekannt und verfügt über einen rustizierten Sockel, hohe Fenster und einen monumentalen Eingang, der vom Thrasyllos-Monument in Athen inspiriert ist. Das Innere bewahrt viel von seinem ursprünglichen Entwurf, mit zehn Räumen, die Schinkels Möbel und thematische Ausstattung zeigen. Der einzigartigste Raum ist der „Zeltzimmer“, der nach römischen Militärzelten gestaltet ist, mit blau-weiß gestreifter Tapete und dazu passenden Einrichtungsgegenständen. Der umgebende Charlottenhof-Park, entworfen vom Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné, verbindet geometrische Elemente mit dem Stil der englischen Landschaftsgärten und umfasst Bäume, Wiesen und Wasser aus der Havel. Seit 1990 gehört Schloss Charlottenhof zum UNESCO-Weltkulturerbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ und unterstreicht damit seine historische und architektonische Bedeutung.