Geschütztes Schloss in Reichenow, Brandenburg, erbaut 1897–1900 im englischen Burgstil.
Schloss Reichenow ist ein Schloss in Reichenow-Möglin, Brandenburg, Deutschland. Es wurde zwischen 1897 und 1900 im Stil eines englischen Schlosses von Gustav Hauer erbaut und verfügt über zweigeschossige Fassaden mit Türmen und Loggien. Es ist ein geschütztes Baudenkmal und befand sich historisch im Besitz der Familie von Eckardstein.
Schloss Reichenow ist ein Schloss in Reichenow-Möglin, Brandenburg, Deutschland. Es ist als Baudenkmal anerkannt. Das Schloss wurde zwischen 1897 und 1900 unter der Leitung von Gustav Hauer errichtet und im englischen Burgstil entworfen. Das zweigeschossige Gebäude verfügt über verputzte Fassaden, die mit Zinnen und Ecktürmchen geschmückt sind. Die Eingangs- und Gartenseite werden durch Mittelrisalite mit Loggien hervorgehoben. Ein bemerkenswertes Merkmal ist ein schmiedeeiserner Hund am Beginn der Treppe. In den Jahren 1996/1997 wurde ein hoher Turm an der Nordseite rekonstruiert. Das Innere umfasst ein Vestibül im Erdgeschoss und einen Salon im Obergeschoss, die durch Korridore verbunden sind. Das Gut gehörte ursprünglich den Nachkommen von Ernst Jacob von Eckardstein, wobei August Friedrich Freiherr von Eckardstein als Bauherr fungierte. Der Besitz wurde unter seinen Erben aufgeteilt, wobei Julius Arnold Freiherr von Eckardstein Reichenow erbte. Das Gut war ein bedeutender landwirtschaftlicher Standort und verfügte bereits 1880 über eine Brennerei und eine Ziegelei. Es war Teil eines größeren Komplexes, zu dem Hetzhorn und Sternebeck gehörten. Die Investitionen setzten sich bis in die 1930er Jahre fort, als neue Arbeiterwohnungen errichtet wurden. Schloss Reichenow bleibt ein Zeugnis der Architektur- und Landwirtschaftsgeschichte der Region.