Barockes Schloss und Treffpunkt für Jugendliche in Brandenburg an der Havel.
Gutshaus Gollwitz, auch bekannt als Herrenhaus oder Schloss, ist ein barockes Schloss in Gollwitz, Brandenburg an der Havel, Deutschland. Es wurde im späten 18. Jahrhundert erbaut und 1929 renoviert; heute dient es als Begegnungsstätte für jüdische und nichtjüdische Jugendliche und fördert Dialog und Bildung.
Gutshaus Gollwitz, auch als Herrenhaus oder Schloss bekannt, ist ein Schloss in Gollwitz, einem Ortsteil von Brandenburg an der Havel, Deutschland. Das ursprünglich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude im Barockstil wurde 1929 renoviert. Es war lange im Besitz der Familie von Rochow, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Bodenreform enteignet wurde. Das als Baudenkmal ausgewiesene Gut umfasst weitere Gebäude und einen Gutspark. Nach dem Krieg diente das Gebäude verschiedenen Zwecken, darunter als Kindergarten und Schule. 1997 wurden Pläne, jüdische Flüchtlinge aus Russland unterzubringen, vom Gemeinderat abgelehnt, was zur Gründung einer bürgerschaftlichen Stiftungsinitiative führte. Diese von kommunalen und Kreisbehörden unterstützte Initiative zielte darauf ab, einen Begegnungsort für jüdische und nichtjüdische Menschen zu schaffen. Seit April 2009 wird das Gutshaus als Begegnungsstätte betrieben und ermöglicht Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Jugendlichen. Die Einrichtung bietet Übernachtungsmöglichkeiten und Seminarräume für Bildungsprogramme. Das Grundstück wird von der Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz verwaltet und ist weiterhin für Besucher geöffnet, die sich für seine historische und architektonische Bedeutung interessieren. Der Ort dient weiterhin als Veranstaltungsort für politische Bildung und Jugendbegegnungen.