Historisches Schloss in Gusow-Platkow, Brandenburg, Deutschland, heute ein Museum.
Schloss Gusow ist ein Schloss in Gusow-Platkow, Brandenburg, Deutschland, das als architektonisches Denkmal anerkannt ist. Es wurde erstmals 1353 erwähnt und mehrfach renoviert, darunter im 19. Jahrhundert in einem neugotischen Stil umgestaltet. Heute dient es als Museum und Veranstaltungsort.
Schloss Gusow ist ein Schloss in Gusow-Platkow, Brandenburg, Deutschland, und ist als Baudenkmal im Land Brandenburg eingetragen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1353. In seiner frühen Geschichte gehörte es der Familie von Barfuß. 1649 erwarb Georg von Derfflinger das Herrenhaus von der Familie Schapelow, und sein Sohn Friedrich erbte es 1695. Nach Friedrichs Tod im Jahr 1724 kaufte Heinrich Karl von der Marwitz das Gut, und Otto Friedrich Christoph von Podewils erbte es 1744. Um 1750 ließ er es zu einem dreiflügeligen Wohnsitz erweitern und den Barockgarten umgestalten. 1781 schuf Friedrich Heinrich von Podewils im Garten eine neugotische Ruine. Ab 1805 lebten Mitglieder des Hauses Schönburg in Gusow, und das Gut gehörte später zur Linie Schönburg-Hinterglauchau. Zwischen 1870 und 1873 wurde das Schloss nach Plänen von Ferdinand Neubart nach Vorbildern von Karl Friedrich Schinkel vollständig im neugotischen Stil mit Tudor-Elementen umgestaltet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil des Gebäudes für Kriegsinvalide genutzt, danach wurde es beschlagnahmt und in der Schlacht um Seelow schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurde es von der Roten Armee genutzt. Seit 1992 befindet es sich in Privatbesitz und wird als Museum, Hotel-Restaurant und Veranstaltungsort genutzt.