Barockes Schloss bei Potsdam, Deutschland, am Schwielowsee.
Schloss Caputh ist ein barockes Schloss in Schwielowsee bei Potsdam, Deutschland. Es wurde 1662 erbaut und von Dorothea Sophie von Brandenburg erweitert. Das Schloss, heute ein Museum, verfügt über einen prächtigen Festsaal und ein Fliesenzimmer mit 7.500 niederländischen Fayencefliesen.
Schloss Caputh ist ein Barockschloss im Dorf Caputh bei Potsdam in Brandenburg, Deutschland. Es ist das einzige erhaltene frühbarocke Schloss im Raum Potsdam und liegt am Ufer des Schwielowsees. Ursprünglich um 1662 von Philippe de La Chièze für Friedrich Wilhelm I., Kurfürst von Brandenburg, erbaut, wurde das Schloss 1671 von seiner zweiten Frau Dorothea Sophie erweitert. Bis 1713 diente es als Ort für festliche Anlässe und Jagdausflüge. Das Schloss weist eine U-förmige Struktur mit bemerkenswerten barocken architektonischen Elementen auf, darunter Stuckdekorationen und Deckenmalereien. Das Innere verfügt über einen prächtig geschmückten Festsaal und ein Fliesenzimmer, das mit etwa 7.500 blau-weißen niederländischen Fayencefliesen verziert ist. Das Schloss beherbergt Sammlungen von Möbeln, Porzellan und Skulpturen aus Dorotheas Zeit. Es besitzt zudem einen bedeutenden kulturellen Erbe-Wert und ist als Baudenkmal in Brandenburg anerkannt. Nachdem es nach 1947 als Berufsausbildungsstätte genutzt worden war, wurde es von 1995 bis 1999 umfassend restauriert. Heute ist Schloss Caputh ein Museum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, das Führungen anbietet und im Laufe des Jahres verschiedene kulturelle Veranstaltungen ausrichtet.