Klassizistisches Schloss und königlicher Rückzugsort in Paretz, Brandenburg, Deutschland.
Schloss Paretz ist ein neoklassizistisches Schloss in Paretz, Ketzin/Havel, Deutschland. Es wurde zwischen 1797 und 1804 vom Architekten David Gilly erbaut und diente als Sommerresidenz für Kronprinz Friedrich Wilhelm III. und seine Frau Luise. Das Schloss verfügt über originale Einrichtungsgegenstände und eine Dauerausstellung zu seiner Geschichte.
Schloss Paretz ist ein neoklassizistisches Château im Dorf Paretz, das zu Ketzin/Havel in Brandenburg, Deutschland, gehört, etwa 20 Kilometer von Potsdam entfernt. Es wurde 1797 von Kronprinz Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau Luise von Mecklenburg-Strelitz für 85.000 Taler erworben. Entworfen vom Architekten David Gilly, wurde das Schloss zwischen 1797 und 1804 als königlicher Rückzugsort erbaut und bot eine friedliche Zuflucht vor den prunkvollen Schlössern von Berlin und Potsdam. Das Schloss und das dazugehörige Dorfensemble sollten sich harmonisch in die Havel-Landschaft einfügen und Wohn- und Landwirtschaftsfunktionen verbinden. Das Innere weist wertvolle handbemalte und bedruckte Papiertapeten, Möbel, Gemälde und Porzellan aus der ursprünglichen Ausstattung auf und ist ein Beispiel des frühen Berliner Neoklassizismus. Nach einer gründlichen Restaurierung wurde das Schloss im April 2014 wiedereröffnet und beherbergt nun eine Dauerausstellung, die Einblicke in das Leben von Königin Luise und der königlichen Familie bietet und luxuriöse Gegenstände aus dem ehemaligen Königlichen Schloss in Berlin zeigt. Das Schloss ist in Brandenburg als Baudenkmal geschützt und wird von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet. Besucher können den Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto erreichen; Parkplätze befinden sich in der Nähe.