Rokoko-Gästepalast und Museum im Park Sanssouci in Potsdam.
Die Neuen Kammern im Park Sanssouci in Potsdam, Deutschland, wurden zwischen 1771 und 1775 für Friedrich den Großen erbaut. Ursprünglich ein Orangeriegebäude, wurde es in ein Gästepalais mit sieben Gästezimmern und zwei Ballsälen umgewandelt und zeigt den Stil des Spätrokoko. Es ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Die Neuen Kammern im Park Sanssouci in Potsdam, Deutschland, sind ein historisches Gästehaus und Museum. Ursprünglich zwischen 1747 und 1749 als Orangerie für Friedrich den Großen erbaut, wurde es von 1771 bis 1775 vom Architekten Georg Christian Unger in ein Gästehaus umgestaltet. Diese Umgestaltung umfasste den Einbau einer Kuppel sowie die Schaffung von sieben Gästezimmern und zwei Ballsälen und zeigt den spätfriderizianischen Rokoko-Stil. Das Gebäude ergänzt die Bildergalerie von Sanssouci, wobei beide Bauwerke den Sommerschlossbau flankieren. Das Innere der Neuen Kammern zeichnet sich durch opulente Dekorationen aus, darunter das Jaspiszimmer, das mit rotem Jaspis und schlesischem Marmor geschmückt ist, sowie die Ovidgalerie, die von französischen Spiegelsälen inspiriert und mit vergoldeten Reliefs verziert ist, die Szenen aus Ovids „Metamorphosen“ darstellen. Die Gästezimmer sind mit lackierten, bemalten oder eingelegten Schränken einzigartig dekoriert und verfügen über Gemälde, die Friedrich der Große in Auftrag gab und die Ansichten von Potsdam zeigen. Seit 1990 gehören die Neuen Kammern zusammen mit dem Schloss Sanssouci und den Gärten zum UNESCO-Weltkulturerbe mit der Bezeichnung Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin. Die Stätte ist für ihre kulturelle Bedeutung und ihr architektonisches Erbe anerkannt.