Barockes Schloss und deutsches Regierungsgästehaus bei Gransee, Brandenburg.
Schloss Meseberg ist ein Barockschloss in Brandenburg, Deutschland, das als offizielles Gästehaus der Bundesregierung genutzt wird. Es liegt nahe Gransee und dem Huwenowsee und wurde 1739 erbaut; es dient als Veranstaltungsort für offizielle Empfänge und Konferenzen.
Schloss Meseberg ist ein barockes Schloss in Meseberg, einem Ortsteil der Gemeinde Gransee in Brandenburg, Deutschland. Es liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Berlin, in der Nähe des Huwenowsees, und dient als offizielles Gästehaus der Bundesregierung sowie als Rückzugsort für den Bundeskanzler. Das Schloss wurde zwischen 1736 und 1739 von Graf Hermann von Wartensleben errichtet und ersetzte ein früheres, durch Brand zerstörtes Herrenhaus. Der Architekt ist unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass er aus dem Umfeld des Berliner Architekten Philipp Gerlach stammte. 1774 erwarb Prinz Heinrich von Preußen das Anwesen und schenkte es seinem Favoriten Christian Ludwig von Kaphengst, der das Gut erweiterte und neue Gebäude, darunter Stallungen, hinzufügte. Später gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie Lessing, die eine bedeutende Rolle bei seiner künstlerischen Ausgestaltung spielte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von den ostdeutschen Behörden enteignet und für verschiedene Zwecke genutzt, darunter als Kindergarten und als Sitz kommunaler Ämter. Nach der deutschen Wiedervereinigung erwarb die Messerschmitt-Stiftung das Schloss und restaurierte es. Seit 2007 hat es zahlreiche internationale Würdenträger und Regierungstreffen beherbergt und seine Rolle als bedeutender Ort für diplomatische und staatliche Veranstaltungen gefestigt.