Barockes Jagdschloss in Berlin, Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Jagdschloss Glienicke ist ein Jagdschloss im Barockstil im Berliner Ortsteil Wannsee, nahe der Havel. Es wurde zwischen 1682 und 1693 erbaut und gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“. Das Jagdschloss wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach renoviert.
Jagdschloss Glienicke ist ein historisches Jagdschloss im Berliner Bezirk Wannsee, nahe der Glienicker Brücke. Es wurde zwischen 1682 und 1693 unter der Leitung des Architekten Charles Philippe Dieussart errichtet und ursprünglich für Friedrich Wilhelm, den Kurfürsten von Brandenburg, gebaut. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss von Prinz Karl von Preußen erweitert, der Ferdinand von Arnim beauftragte, es für seinen Sohn, Prinz Friedrich Karl, im neobarocken Stil zu renovieren. Das Schloss ist Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ und wird wegen seiner architektonischen Bedeutung und seines historischen Wertes anerkannt. Im Laufe der Jahre diente das Schloss verschiedenen Zwecken, darunter als Militärhospital, Waisenhaus und Jugendherberge. Während der NS-Zeit wurde es vom Berliner Bürgermeister Julius Lippert erworben und später nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee genutzt. 2003 verursachte ein Brand schwere Schäden am Südflügel, was umfangreiche Renovierungen nach sich zog, die 2012 abgeschlossen wurden. Heute beherbergt das Schloss die Sozialpädagogische Fortbildungsstätte Jagdschloss Glienicke, ein Fortbildungszentrum für soziale Bildung. Seine reiche Geschichte und architektonische Schönheit machen es zu einem bemerkenswerten Wahrzeichen in Berlins Kulturlandschaft.