Barockpalast in Oranienburg, Deutschland, der älteste in Brandenburg.
Das Oranienburger Schloss in Oranienburg, Deutschland, ist das älteste Barockschloss in Brandenburg. Es wurde zwischen 1651 und 1655 von Louise Henriette von Oranien-Nassau erbaut und ist im Stil des niederländischen Klassizismus gehalten. Das Schloss dient heute als Museum und zeigt barockes Kunsthandwerk und Gemälde, die mit seiner Geschichte und seinen Bewohnern verbunden sind.
Das Oranienburger Schloss in Oranienburg, Deutschland, ist das älteste Barockschloss in der Mark Brandenburg. Es wurde zwischen 1651 und 1655 von Gräfin Louise Henriette von Oranien-Nassau erbaut und von dem Architekten Johann Gregor Memhardt im Stil des niederländischen Klassizismus entworfen. Ursprünglich als Jagdschloss angelegt, wurde es zu einer prunkvollen Residenz mit weitläufigen Gärten umgestaltet, die dem Anbau von Bäumen, Ziersträuchern, Blumen und Gemüse dienten. Louise Henriette führte Kartoffeln und Blumenkohl in die Region ein. 1689 ließ ihr Sohn Friedrich I. von Preußen das Schloss und die Gärten unter der Leitung von Johann Arnold Nering und Johann Friedrich Eosander von Göthe erweitern und dabei italienische und französische Barockeinflüsse einbeziehen. Nach dem Tod Friedrichs I. im Jahr 1713 wurde das Schloss nur noch eingeschränkt genutzt, mit gelegentlichen Besuchen Friedrich Wilhelms I., und diente später als Wohnsitz für Prinz August Wilhelm von Preußen. Im Laufe der Jahre wurde das Schloss als Lehrerseminar, SS-Kaserne und Polizeiakademie umgewidmet. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde es zwischen 1948 und 1954 restauriert. Heute ist das Oranienburger Schloss ein Museum, das von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet wird und barockes Kunsthandwerk sowie Gemälde aus seiner Geschichte zeigt.