Klassizistisches Schloss in Potsdam, Deutschland, Teil des UNESCO-Welterbes.
Das Marmorpalais ist ein neoklassizistisches Schloss in Potsdam, Deutschland, das zwischen 1787 und 1792 für König Friedrich Wilhelm II. von Preußen erbaut wurde. Es liegt im Neuen Garten am Heiligen See, diente als königliche Residenz und ist heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin.
Das Marmorpalais, oder der Marmorpalast, ist ein neoklassizistisches Schloss in Potsdam, Brandenburg, Deutschland, im Neuen Garten am Ufer des Heiligen Sees. Es wurde im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. von Preußen erbaut und zwischen 1787 und 1792 von den Architekten Carl von Gontard und Carl Gotthard Langhans errichtet. Der Palast diente dem König als Sommerresidenz, da er sich von den barocken und rokokohaften Stilen seines Vorgängers Friedrich des Großen distanzieren wollte. Das Gebäude besteht hauptsächlich aus rotem Backstein, mit dekorativen Elementen aus schlesischem grauen und weißem Marmor, was dem Palast seinen Namen gibt. Im Jahr 1797 wurden von Michael Philipp Boumann Erweiterungen hinzugefügt, doch das Projekt blieb nach dem Tod des Königs unvollendet. Später beherbergte der Palast Mitglieder der königlichen Familie, darunter Prinz Wilhelm, der Kaiser Wilhelm I. wurde, und dessen Enkel Kaiser Wilhelm II. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Palast der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten übertragen und 1932 als Museum eröffnet. Er erlitt im Zweiten Weltkrieg Schäden, wurde aber restauriert und für die Öffentlichkeit wieder geöffnet. Heute ist das Marmorpalais Teil des UNESCO-Welterbes „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“.