Mittelalterliche Burgruine bei Kemnitz, Brandenburg, am Großen Plessower See.
Burg Zolchow ist eine mittelalterliche Burgruine nahe Kemnitz, Werder (Havel), Brandenburg, Deutschland. Sie wurde vor 1290 errichtet und weist Überreste von Kellern und Mauern auf. Die als Baudenkmal ausgewiesene Anlage ist teilweise überwuchert und liegt in der Nähe des Großen Plessower Sees und der Autobahn A10.
Burg Zolchow ist eine mittelalterliche Burgruine nahe dem Dorf Kemnitz, am Großen Plessower See in Werder (Havel), Brandenburg, Deutschland. Die Burg, eine Niederungsburg, stammt aus der Zeit vor 1290. Sie befand sich zunächst im Besitz der Familie von Friesack, bis sie 1290 an das Brandenburger Domkapitel übertragen wurde. Im Jahr 1528 erwarb die Familie von Rochow die Burg und hielt sie bis 1945 als Teil ihres Besitzes. Der Ort diente im Laufe der Zeit verschiedenen Zwecken, darunter im späten 18. Jahrhundert als Witwensitz. Die Architektur der Burg wies einen rechteckigen Graben auf, mit Mauern aus Feldsteinen und roten Ziegeln. Heute sind nur noch Reste der Kellerwände erhalten, die von Vegetation überwuchert sind. Der Graben wurde zugeschüttet und die Mauern wurden um 1805 für die landwirtschaftliche Nutzung eingeebnet. Die Burg ist in Deutschland als Baudenkmal ausgewiesen und von lokaler Folklore umgeben, darunter Erzählungen von unterirdischen Gängen und Räubern. Trotz ihres ruinösen Zustands zieht der Ort Geschichtsinteressierte und Naturliebhaber an. Er ist zu Fuß von Kemnitz oder Werder aus erreichbar und bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft, obwohl Besucher den Lärm des nahe gelegenen Verkehrs bemerken.