Burgruine in Joachimsthal, Deutschland, von historischer Bedeutung.
Burg Grimnitz ist eine Burgruine im Ortsteil Joachimsthal in Brandenburg, Deutschland. Ursprünglich war sie eine romanische Grenzburg der askanischen Markgrafen und diente als Jagdschloss. Zum Gelände gehören erhaltene Kellergewölbe und Mauerfundamente; es befindet sich heute im Besitz des Grimnitzer Glashüttenvereins.
Burg Grimnitz ist eine Burgruine im Ortsteil Joachimsthal in Brandenburg, Deutschland. Ursprünglich eine Höhenburg, wurde sie auf einer sandigen Erhebung errichtet und diente den askanischen Markgrafen als romanische Grenzfestung, strategisch gelegen zur Sicherung der Straße zwischen Werbellinsee und Grimnitzsee in Richtung Uckermark und Pommern. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1297, obwohl angenommen wird, dass sie bereits früher unter der Herrschaft der Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg entstand, die sie als Jagdschloss nahe dem Waldgebiet Schorfheide nutzten. Nach 1340 verfiel die Burg, wurde jedoch 1514 von Kurfürst Joachim I. wiederhergestellt und von dem Architekten Caspar Theiss modernisiert. 1529 wurde hier der Vertrag von Grimnitz unterzeichnet, was ein bedeutendes historisches Ereignis markierte. Während des Dreißigjährigen Krieges erlitt die Burg schwere Schäden und war im 18. Jahrhundert weitgehend aufgegeben. 1860 wurde sie zum Abbruch verkauft, doch 1885 wurden die Ruinen Kaiser Wilhelm I. von Deutschland geschenkt. Heute gehört der Ort dem Grimnitzer Glashüttenverein und verweist damit auf seine historische Verbindung zur Grimnitzer Glashütte, einer in der Gegend im späten 16. Jahrhundert gegründeten Glashütte.