Abgerissenes barockes Stadtschloss in Brandenburg an der Havel, Deutschland.
Das Palais Rochow war ein Stadtschloss in Brandenburg an der Havel, Deutschland, das 1789 von Friedrich Eberhard von Rochow erbaut wurde. Es verfügte über eine barocke Fassade und wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Der ursprüngliche Keller ist erhalten und steht als historisches Denkmal unter Schutz.
Palais Rochow war ein Stadtpalais in Brandenburg an der Havel, Deutschland. Es wurde 1789 von Friedrich Eberhard von Rochow errichtet und war ein bemerkenswertes Beispiel des frühen Klassizismus mit deutlich barocker Erscheinung. Das Palais befand sich im Stadtteil Neustadt an der Ecke Sankt-Annen-Straße und Deutsches Dorf. Seine zur Sankt-Annen-Straße gerichtete Fassade hatte acht Achsen, die zum Deutschen Dorf hin neun. Das Gebäude besaß drei Vollgeschosse und ein hohes Mansarddach, wodurch es höher war als die umliegenden zweigeschossigen Bauten. Die Fassade war symmetrisch gestaltet, mit Quaderpilastern, und wies Risalite auf, die von Dreiecksgiebeln bekrönt waren. Der rechte Risalit enthielt einen Durchgang, der linke die Haupttreppe. Die Fassade wurde außerdem durch Balustraden und von Voluten getragenen Gesimsen verziert. In der Mitte des 19. Jahrhunderts beherbergte das Erdgeschoss Geschäfte, darunter die des Kaufmanns Rost und später des Seifenhändlers Zieten. Leider wurde Palais Rochow 1945 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute befindet sich auf dem Gelände ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus, doch der ursprüngliche Keller ist erhalten und steht als historisches Denkmal unter Schutz. Die architektonische und historische Bedeutung des Palais wird durch seinen erhaltenen Keller und historische Aufzeichnungen bewahrt.