Ruine einer mittelalterlichen Burg in Würdenhain, Brandenburg, die 1442 zerstört wurde.
Schloss Würdenhain war eine Burg in Würdenhain, Brandenburg, Deutschland. Um 1200 erbaut, spielte sie eine militärische Rolle in der Sächsischen Ostmark. 1442 auf Befehl des sächsischen Kurfürsten zerstört, wurde sie nie wieder aufgebaut. Heute erinnert ein Gedenkstein an den Standort der ehemaligen Burg.
Schloss Würdenhain war eine Burg in Würdenhain im südlichen Teil Brandenburgs, Deutschland, nahe dem Zusammenfluss der Flüsse Große Röder und Schwarze Elster. Es wird angenommen, dass die Burg um 1200 während der deutschen Ostexpansion errichtet wurde, möglicherweise an der Stelle einer älteren slawischen Befestigung. Dendrochronologische Untersuchungen im Jahr 2021 bestätigten, dass das für ihren Bau verwendete Holz auf das Jahr 1209 zurückgeht. Die Burg hatte militärische Bedeutung als strategischer Punkt im Gau Nizizi und in der Sächsischen Ostmark. Sie war von einem großen Waldgebiet namens Oppach umgeben, das als wirtschaftliches Zentrum der Herrschaft Würdenhain diente. Im Jahr 1442 wurde die Burg auf Befehl des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. zerstört, nachdem ihr Herr Hans Marschall inhaftiert worden war. Die Burg wurde nie wieder aufgebaut, wie es in einer späteren Vereinbarung festgelegt wurde. Die Ruinen wurden später als Quelle für Baumaterial genutzt und trugen zum Bau lokaler Gebäude bei, darunter der St.-Katharina-Kirche in Würdenhain. Heute erinnert ein 1998 errichteter Gedenkstein an den Standort der ehemaligen Burg und an ihre historische Bedeutung für die Region.