Ruine der ehemaligen Bischofsburg im Tiefland in Pritzerbe, Havelsee, Brandenburg.
Burg Pritzerbe ist eine ehemalige bischöfliche Niederungsburg in Pritzerbe, Havelsee, Deutschland. Sie wurde nach 1157 erbaut und diente als Residenz des Bischofs von Brandenburg. Strategisch zwischen der Havel und dem Pritzerber See gelegen, stehen ihre Überreste heute als archäologisches Denkmal unter Schutz.
Burg Pritzerbe ist eine ehemalige bischöfliche Niederungsburg im Landkreis Potsdam-Mittelmark in der Stadt Havelsee, Deutschland. Sie wurde ursprünglich nach 1157 als Residenz des Fürstbischofs des Bistums Brandenburg errichtet. Die Burg war strategisch zwischen der Havel und dem Pritzerber See gelegen, um den Fluss und die Landroute zwischen Brandenburg an der Havel und Havelberg zu kontrollieren. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass der Ort zuvor von einer slawischen Befestigung besetzt war, mit Artefakten wie Tonscherben und einem reich verzierten Steigbügel aus dem 11. Jahrhundert. Diese Funde belegen eine slawische Präsenz vor der deutschen Wiederbesiedlung unter Albrecht dem Bären im Jahr 1157. Die Burg diente bis ins späte Mittelalter als Residenz des Bischofs, als die Bischöfe Schloss Ziesar als ihren Hauptsitz bevorzugten. Um 1550 wurde Burg Pritzerbe als „verlassener Burgplatz“ beschrieben und war verfallen. Heute gehören zu den sichtbaren Überresten der Burg der Mühlenberg oder Bischofsberg, der als archäologisches Denkmal geschützt ist. Der Ort spiegelt die historischen Macht- und Siedlungsverschiebungen in der Region wider und markiert seine Bedeutung in der mittelalterlichen kirchlichen und politischen Landschaft Brandenburgs.