Mittelalterliche Burgruinen in Neuruppin, Brandenburg, Deutschland.
Die Ruppinburg, auch als Planenburg bekannt, war eine mittelalterliche Niederungsburg in Neuruppin, Brandenburg, Deutschland. Sie wurde um 1200 gegründet und diente bis zum 16. Jahrhundert als politisches Zentrum der Grafschaft Ruppin. Der Ort ist heute ein Kulturdenkmal in Deutschland.
Die Burg Ruppin, auch bekannt als Planenburg, war eine mittelalterliche Niederungsburg im östlichen Stadtteil Alt Ruppin der Stadt Neuruppin im Nordwesten Brandenburgs, Deutschland. Sie wurde um 1200 gegründet und diente bis ins 16. Jahrhundert als politisches Zentrum der Grafschaft Ruppin und später des Ruppiner Kreises. Die Burg war strategisch auf der Halbinsel Amtswerder nahe dem nördlichen Ende des Ruppiner Sees gelegen und überwachte den Übergang über die Ruppiner Seenkette. Ursprünglich von deutschen Adligen errichtet, wurde sie zum Sitz der Herren von Ruppin, wobei Graf Gebhard von Arnstein der erste urkundlich erwähnte Herr war. Die Burg blieb bis 1524 unter der Kontrolle der Grafen von Lindow-Ruppin, als sie an den Kurfürsten von Brandenburg überging. Während des Dreißigjährigen Krieges begann die Burg zu verfallen, vermutlich infolge von Brandschäden, und bis 1779 stürzte ihr letztes verbliebenes Bauwerk ein. 1788 wurde das Gelände als Steinbruch umgenutzt; die Steine wurden für lokale Bauvorhaben verwendet, darunter den Wiederaufbau Neuruppins nach einem Stadtbrand. Die Burg Ruppin war eine der größten der Region, mit einer Ringmauer, zahlreichen Rundtürmen und einer Kapelle, und ist heute ein eingetragenes Kulturdenkmal.