Barockes Schloss in Oberbarnim, Treffpunkt von Widerständlern vor dem Attentat.
Schloss Ihlow ist ein stark verändertes Barockschloss in Oberbarnim, Deutschland. Die dreiflügelige Anlage mit mächtigem Mansarddach entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war Sitz der Familie von Bredow. Vor dem Attentat auf Hitler 1944 trafen sich hier einige Angehörige des Stauffenberg-Kreises.
Schloss Ihlow ist ein Schloss in Oberbarnim in Deutschland. Das Gebäude ist eine barocke Dreiflügelanlage mit einem mächtigen Mansarddach; die beiden etwas niedrigeren Seitenflügel stehen in waagerechter Flucht zum Hauptbau. Die Gesamtplanungs- und Bauzeit wird in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert. Ein Anbau aus der Zeit um 1910 war das sogenannte Jägerhaus und diente dem Jagdpächter als Wohnung. Ursprünglich saßen im Dorf die Herren von Ihlow, die bereits 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. als hier ansässig genannt wurden. Karl Friedrich Ernst Adolf von Bredow begründete das Haus Ihlow der Familie von Bredow, die hier bis 1945 lebte. Umbauten um 1800 und vor allem Veränderungen in der DDR-Zeit haben den ursprünglichen Zustand des Schlosses stark verändert; sein einstiger Glanz ist heute kaum noch zu erahnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten Vertriebene im Gebäude. Später befanden sich dort eine Dorfkneipe, die inzwischen geschlossen ist, sowie der Sitz der Verwaltung der Dorfgemeinde. Vor dem Attentat auf Hitler 1944 trafen sich hier einige führende Mitglieder der Verschwörergruppe aus dem Kreis um Claus von Stauffenberg, um in der Abgeschiedenheit der Wälder über die Zukunft Deutschlands nach Hitlers Tod zu beraten. Ein Förderverein bemüht sich seit Jahren um den Erhalt des Schlosses.