Neugotisches Schloss und denkmalgeschütztes Herrenhaus in Kröchlendorff, Brandenburg, Deutschland.
Schloss Kröchlendorff ist ein denkmalgeschütztes Schloss in Kröchlendorff, einem Ortsteil der Gemeinde Nordwestuckermark in Brandenburg. Das Herrenhaus wurde ab 1846 von Eduard Knoblauch im Stil der englischen Neugotik für Oskar von Arnim errichtet. Heute dient es nach Restaurierung als Bildungs- und Seminarzentrum der Deutschen Gesellschaft für Europäische Erziehung.
Schloss Kröchlendorff ist ein Schloss in Kröchlendorff, einem Ortsteil der Gemeinde Nordwestuckermark in Brandenburg, Deutschland. Es steht als Baudenkmal unter Schutz und gehört zu einem Dorfensemble, von dem ein großer Teil ebenfalls denkmalgeschützt ist. Der Ort liegt etwa zehn Kilometer westlich von Prenzlau. Den Grundstein für das Herrenhaus legte Oskar von Arnim 1844 auf dem Gut Kröchlendorff. Ab 1846 ließ er es vom Berliner Architekten Eduard Knoblauch im Stil der englischen Neugotik errichten. Umgeben ist das Schloss von einer Parklandschaft, die nach Angaben des Textes von Peter Joseph Lenné entworfen wurde. Im südöstlichen Parkteil entstand später die ebenfalls neugotische Schlosskirche. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde ein Teil der japanischen Botschaft aus Berlin nach Kröchlendorff evakuiert. Nach 1945 wurde der damalige Besitzer Detlev von Arnim enteignet und ausgewiesen. Im Schloss wohnten zunächst Flüchtlinge und Vertriebene; ab 1962 diente es bis 1989 als Kinderkurheim. Seit 1993 ist im Schloss die Deutsche Gesellschaft für Europäische Erziehung, Outward Bound, ansässig. Nach Restaurierungsmaßnahmen und dem Neubau eines Bettenhauses wird es seit 1996 als Bildungs- und Seminarzentrum genutzt. Die Schlosskirche wurde saniert und ist seit 2002 Kommunikations- und Kulturzentrum.