Mittelalterlicher Turm in Temnitztal, Brandenburg, Teil eines historischen Guts.
Die Burg Garz ist ein mittelalterliches Bauwerk in Temnitztal, Brandenburg, Deutschland. Ursprünglich wurde sie im 13. Jahrhundert von der Familie von Quast erbaut; sie verfügt über einen nahezu quadratischen Wohnturm aus Feldstein und Ziegel. Die Anlage ist ein geschütztes Baudenkmal in Brandenburg.
Schloss Garz ist ein mittelalterliches Bauwerk im Dorf Garz, das zur Gemeinde Temnitztal im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg, Deutschland, gehört. Das Schloss liegt auf der Ostseite eines ehemaligen Ritterguts und ist als Baudenkmal anerkannt. Das Dorf Garz wurde erstmals 1364 in historischen Aufzeichnungen erwähnt, dürfte jedoch bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen und möglicherweise auf dem Gelände einer slawischen Siedlung entstanden sein. Der Name „Garz“ soll vom slawischen Wort „gard“ oder „gord“ stammen, was Burg bedeutet. Das markanteste Merkmal des Schlosses ist sein Wohnturm, der von der Familie von Quast errichtet wurde, die seit 1419 mit dem Ort verbunden war. Dieser aus Stein errichtete Turm wurde im 13. Jahrhundert gebaut und diente bis ins 17. Jahrhundert als Wohnsitz. Er ist nahezu quadratisch, mit bis zu 1,40 Meter dicken Wänden aus Feldstein und Ziegeln, und ist etwa 11 Meter hoch. Ein polygonaler Fachwerktreppenturm wurde 1681 hinzugefügt. Der Turm war ursprünglich von Wassergräben und Palisaden umgeben und stellt ein einzigartiges Beispiel einer mittelalterlichen adligen Dorfburg dar. 1945 wurde die Familie von Quast enteignet, was das Ende ihrer langen Verbindung mit Schloss Garz markierte.