Neobarockes Herrenhaus in Schönwalde, Brandenburg, Deutschland.
Schloss Dammsmühle ist ein neobarockes Herrenhaus in Schönwalde, einem Ortsteil von Wandlitz in Brandenburg, Deutschland. Es liegt auf einem 28 Hektar großen Anwesen, geht auf einen Mühlenstandort aus dem 16. Jahrhundert zurück und wurde 1896 neu erbaut. Es ist als Baudenkmal ausgewiesen und hat eine komplexe spätere Nutzungsgeschichte.
Schloss Dammsmühle ist ein neobarockes Herrenhaus in Schönwalde, einem Ortsteil der Gemeinde Wandlitz in Brandenburg, Deutschland. Der Ort hat historische Wurzeln, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, als es ursprünglich eine Mühle im Besitz des Zisterzienserklosters Lehnin war. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde für Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg, ein Jagdschloss errichtet. Das heutige Herrenhaus wurde 1896 von den Architekten Gustav Erdmann und Ernst Spindler im Auftrag von Adolf Wollank erbaut, der es in einen stattlichen Gutsbesitz mit Park und einem schwimmenden Pavillon auf dem Mühlenteich verwandelte. Während der NS-Zeit wurde das Anwesen beschlagnahmt und von Heinrich Himmler genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es in der DDR als Einrichtung des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) und beherbergte Kinderlager sowie hochrangige Funktionäre. Nach der deutschen Wiedervereinigung erlangte das Herrenhaus Aufmerksamkeit als Drehort für die Fernsehserie „Haus am See“. Derzeit ist das Anwesen als architektonisches Denkmal anerkannt und wird unter Leitung seines Eigentümers Roland Mary renoviert. Geplant ist die Umwandlung in ein Hotel mit gastronomischen Einrichtungen, um seine historische Bedeutung wiederherzustellen und Touristen in die Region zu locken.