Neobarockes Jagdschloss in Wiesenburg/Mark, erbaut 1914.
Jagdschloss Medewitzerhütten ist ein neobarockes Jagdschloss in Medewitzerhütten, Wiesenburg/Mark, Brandenburg, Deutschland. Es wurde 1914 von Carl Eduard Brandt von Lindau erbaut und wurde 1992 zu einer sozialtherapeutischen Einrichtung. Das Schloss ist ein architektonisches Baudenkmal mit charakteristischen Mansarddächern und Ziegelbauweise.
Jagdschloss Medewitzerhütten ist ein Jagdschloss im Dorf Medewitzerhütten, einem Teil von Wiesenburg/Mark in Brandenburg, Deutschland. Das 1914 von Carl Eduard Brandt von Lindau errichtete Schloss war für seinen Forstbezirk bei Medewitzerhütten bestimmt. Obwohl der Name des Architekten nicht überliefert ist, nimmt man an, dass er Professor an der Technischen Universität Berlin war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Anwesen im Zuge der Bodenreform von der Sowjetischen Militäradministration beschlagnahmt und anschließend von VEB Chemiewerk Coswig als Ferienheim genutzt. 1992 übernahm die WABE gGmbH das Gebäude und nutzte es als sozialtherapeutische Einrichtung für Menschen mit Suchtproblemen. Das Jagdschloss ist als architektonisches Baudenkmal anerkannt und zeigt einen neobarocken Stil mit Ziegelbau und verputzten Flächen. Seine Gestaltung umfasst eine Dreiflügelanlage mit Mansarddach; es ist eingeschossig und besitzt sieben Achsen. Zu den markanten architektonischen Merkmalen gehören ein halbkreisförmiger, zweigeschossiger Mittelrisalit mit Kuppeldach und rundbogigen Fenstern. Das Gebäude liegt etwa 3 Kilometer vom Dorfzentrum entfernt, eingebettet im Wald. Das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum hat seine historische und architektonische Bedeutung dokumentiert.