Denkmalgeschütztes Herrenhaus in Laasow mit Gutspark und Erbbegräbnis.
Schloss Laasow, auch Herrenhaus Laasow, ist ein denkmalgeschütztes Gutshaus im Ortsteil Laasow von Vetschau/Spreewald in Brandenburg. Es wurde 1856 für Jacques Alfred von Pourtalès erbaut, später erweitert und nach 1945 vielfältig genutzt. Zum Baudenkmal gehören auch der Gutspark und eine Erbbegräbnisstätte.
Schloss Laasow, auch Herrenhaus Laasow genannt, ist ein Gutshaus im Ortsteil Laasow der Stadt Vetschau/Spreewald im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg. Das Gebäude ist zusammen mit dem Gutspark und einer Erbbegräbnisstätte als Baudenkmal eingetragen. Das Herrenhaus wurde 1856 für den damaligen Gutsbesitzer Jacques Alfred von Pourtalès errichtet. Im frühen 20. Jahrhundert erhielt es Seitenflügel nach Westen und Osten; um 1923 kam ein großer Anbau an der Westseite hinzu. Ab 1929 war das Gut an die Ilse Bergbau AG verpachtet, die das Herrenhaus 1940 kaufte. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude zunächst zur Unterbringung von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches. Später wurde es als Kinderkrippe, Polytechnische Oberschule und Sitz der Gemeindeverwaltung von Laasow genutzt. Nach der Wiedervereinigung stand es zeitweise leer. 1996 wurde es saniert, unter anderem wegen Schäden an den Fundamenten infolge von Bodensetzungen durch die Grundwasserabsenkung für den nahegelegenen Braunkohletagebau Gräbendorf. Seit 2015 steht das Haus wieder leer. Architektonisch ist das Herrenhaus im Schweizer Villenstil ausgeführt: ein zweigeschossiger Putzbau aus Ziegelmauerwerk auf H-förmigem Grundriss mit flachen Satteldächern, Fachwerk-Zwerchhäusern und Freitreppe. Zum Anwesen gehören außerdem ein Landschaftspark und das Erbbegräbnis der Grafen von Pourtalès.