Historisches Gut und Park in Neuruppin, Brandenburg, Deutschland.
Das Herrenhaus Gut Gentzrode ist ein denkmalgeschütztes Gut in Neuruppin, Brandenburg, Deutschland. Es wurde im 19. Jahrhundert erbaut und verfügt über ein von Martin Gropius und Heino Schmieden entworfenes Herrenhaus. Das Anwesen ist für seine architektonische und gartenkünstlerische Bedeutung bekannt, steht jedoch vor Herausforderungen bei der Erhaltung.
Herrenhaus Gut Gentzrode ist ein geschütztes historisches Gut im Norden von Neuruppin, Brandenburg, Deutschland. Das Gut und der Park gelten als wichtige Beispiele für die Architektur und Gartengestaltung des 19. Jahrhunderts. Das Herrenhaus wurde 1876–1877 für Alexander Gentz im maurischen Stil nach Plänen von Martin Gropius und Heino Schmieden erbaut. Der Getreidespeicher, oder Kornspeicher, wurde bereits früher, von 1859 bis 1862, nach Entwürfen von Carl von Diebitsch errichtet. Das Gut Gentzrode wurde von Johann Christian Gentz gegründet, der 1855 begann, Land nördlich von Neuruppin zu erwerben. Auf dem Grundstück wurden ein Landschaftspark und ein Wirtschaftshof angelegt, und Gustav Meyer half bei der Gestaltung des Parks. Die Familie plante außerdem ein Mausoleum, das jedoch von der Stadt Neuruppin nie genehmigt wurde. Später ging das Gut durch mehrere private Eigentümer. Ab 1934 nutzte die Wehrmacht den Ort für militärische Zwecke, und von 1945 bis 1992 war die Sowjetarmee dort stationiert. Während dieser Zeit wurde das Herrenhaus als Munitionsdepot und das Gelände als Schießplatz genutzt. Nach dem Abzug der Sowjets verfiel das Gut, und die Gebäude wurden zu Ruinen. Die brandenburgische Denkmalschutzbehörde beschreibt Gentzrode als ein Denkmal von nationaler Bedeutung.