Barockes Herrenhaus in Lindenberg, Tauche, Brandenburg, teilweise bewohnt.
Schloß Lindenberg ist ein barockes Schloss in Lindenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Tauche in Brandenburg, Deutschland. Ursprünglich auf mittelalterlichen Fundamenten erbaut, befand es sich im Besitz bedeutender Familien wie von Kracht und von Beeß. Heute ist es teilweise bewohnt und als architektonisches Kulturdenkmal anerkannt.
Schloß Lindenberg ist ein Herrenhaus im Ortsteil Lindenberg innerhalb der Gemeinde Tauche in Brandenburg, Deutschland. Das Schloss wird auf den Resten eines spätmittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet worden sein. Im 17. und 18. Jahrhundert befand es sich im Besitz der Adelsfamilien von Kracht und von Beeß. Zu den mit dem Gut verbundenen Persönlichkeiten zählen Otto Leopold von Beeß, ein preußischer Minister, und Hildebrand von Kracht, ein ehemaliger Hauptmann der Festung Küstrin. 1903 erwarb Wilhelm Colsman, ein Mitglied der Unternehmerfamilie Colsman aus dem Bergischen Land, das Gut. Colsman führte innovative landwirtschaftliche Methoden ein und trug während des Ersten Weltkriegs zur Lebensmittelversorgung bei. 1910 beauftragte er den Berliner Landschaftsarchitekten Ludwig Lesser mit der Neugestaltung des Parks rund um das Herrenhaus. Der letzte Eigentümer vor der Enteignung des Gutes war Robert Pferdmenges, ein Bankier und CDU-Politiker, der 1937 Konrad Adenauer beherbergte. Architektonisch ist Schloß Lindenberg ein barocker zweiflügeliger Bau, der einen Raum mit Mittelpfeilern und eine Treppe aus der spätmittelalterlichen Zeit bewahrt. Heute ist das Herrenhaus nur teilweise bewohnt und bewahrt seine historische und architektonische Bedeutung.