Barockschloss in Zichow neben mittelalterlichem Bergfried der alten Burganlage.
Barockschloss in Zichow in der Uckermark, errichtet 1745 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg. Erhalten ist auch der Bergfried der alten Anlage, urkundlich 1527 genannt. Zum denkmalgeschützten Ensemble gehören außerdem ein Gutsverwalterhaus und ein kleiner Park mit Teich.
Zichower Schloss ist eine denkmalgeschützte Schlossanlage in der Gemeinde Zichow im Amt Gramzow im Landkreis Uckermark in Deutschland. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Burg zurück, deren Erbauung nicht eindeutig geklärt ist und heute allgemein in die Mitte des 13. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der deutschen Ostkolonisation datiert wird. Der Ort Zichow wurde 1288 erstmals urkundlich erwähnt. Im Vertrag von Oderberg trat Markgraf Ludwig II. der Römer die Burg 1354 an Pommern ab; auch in den Grenzverträgen zwischen Pommern und Brandenburg von 1355 wurde sie ausdrücklich genannt. 1447 kam die Burg unter Kurfürst Friedrich II. wieder an Brandenburg, 1449 wurde sie an Hans von Beerfelde verpfändet. Seit 1456 befanden sich Burg und späteres Schloss bis 1945 im Besitz der Herren von Arnim. Nach einem Brand ließen sie 1745 auf den Grundmauern der alten Burg ein Schloss errichten. Der zweigeschossige Barockbau mit L-förmigem Grundriss und Walmdach steht neben dem Fangerturm, dem Bergfried der alten Burganlage, der als einziges Teil der mittelalterlichen Befestigung erhalten ist und urkundlich erstmals 1527 genannt wurde. Zum Ensemble gehören außerdem ein denkmalgeschütztes Gutsverwalterhaus und ein kleiner Park mit Teich.