Ehemaliges Schloss auf Halbinsel im Teupitzer See in Brandenburg.
Schloss Teupitz war ein Schloss in Teupitz im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Es stand auf einer Halbinsel im Teupitzer See, wurde im 14. Jahrhundert errichtet und war lange Sitz der Schenken von Landsberg. Heute sind nur Teile der alten Schlossmauer und des stadtseitigen Wachturms erhalten.
Schloss Teupitz war ein Schloss in Teupitz im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Es stand auf einer Halbinsel im Teupitzer See nordwestlich des Stadtzentrums und wurde über die Kirchstraße erschlossen. Auf der Halbinsel wurde 1307 erstmals eine Burg Tupcz erwähnt; 1330 war sie fertiggestellt. Das Schloss wurde im 14. Jahrhundert errichtet und diente lange als Sitz der Schenken von Landsberg, die ihren Sitz 1330 nach Teupitz verlegten und ihn bis 1717 innehatten. Am 18. Dezember 1717 verkaufte Ludwig-Alexander Schenk von Landsberg das Schloss mit umliegenden Dörfern an Friedrich Wilhelm I. Der preußische Staat richtete das Gebäude für einen königlichen Amtmann her und nutzte es bis 1812. Wegen Baufälligkeit wurde es von 1788 bis 1791 fast vollständig abgerissen; erhalten blieb das unterste Stockwerk, daneben entstand ein eingeschossiges Gutshaus. Im 21. Jahrhundert sind nur noch ein Teil der alten Schlossmauer und der stadtseitige Wachturm erhalten. Später wechselten die Eigentümer mehrfach. 1930 wurde dort kurzzeitig das Hotel Schloß am Teupitzsee eröffnet. Nach 1945 ging das Anwesen in Volkseigentum über, wurde wiederaufgebaut und als Kulturzentrum, Konferenzstätte, Kinderferienlager und Ferienheim genutzt. Seit 1956 diente es dem Zentralkomitee der SED als Betriebsferienheim. Seit 2005 ist es in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.