Barockes Herrenhaus in Wustrau, heute Sitz der Deutschen Richterakademie.
Das Zietenschloss in Wustrau ist ein barockes Herrenhaus, das seit 1726 mit Hans Joachim von Zieten verbunden ist. König Friedrich II. förderte den Neubau persönlich mit Baumaterialien. Das später erweiterte Gebäude dient heute als Sitz der Deutschen Richterakademie und gilt als bedeutende Sehenswürdigkeit des Ortes.
Das Zietenschloss in Wustrau in Brandenburg, Deutschland, ist ein barockes Herrenhaus, das mit dem preußischen Reitergeneral Hans Joachim von Zieten verbunden ist. Zieten lebte seit 1726 auf dem Rittersitz Wustrau und kümmerte sich in Friedenszeiten selbst um die Wirtschaft. Den Neubau des Herrenhauses förderte König Friedrich II. persönlich, indem er kostenlos Bauholz und Kalksteine aus Rüdersdorf liefern ließ. Das Gebäude wurde später erweitert. Hans Joachim von Zieten (1699–1786) galt als einer der berühmtesten Reitergeneräle der preußischen Geschichte und als enger Vertrauter Friedrichs des Großen. In den Kriegen Friedrichs II. führte er ein Husarenregiment und wurde besonders durch den sogenannten Zietenritt vom 20. Mai 1745 bekannt, mit dem er seinem König die Verstärkung der Hauptarmee sicherte. Friedrich II. besuchte den alten Zieten häufig und respektierte dessen tiefe Religiosität. Heute ist das frühere Herrenhaus als Sitz der Deutschen Richterakademie eine bedeutende Sehenswürdigkeit des Ortes. Besichtigungen der Schlossanlage sind in der Regel mittwochs außerhalb der Schulferien möglich. Außerdem lädt das jährliche Seefestival Wustrau an der Seebühne am Schloss zur Entdeckung des Rittersitzes ein. Das Grab Zietens liegt an der Nordseite der Wustrauer Kirche.