Neubarockes Herrenhaus von 1913 in Selchow, heute „Schloss Selchow“ genannt.
Schloss Selchow, auch Landhaus Selchow, ist das Gutshaus des ehemaligen Ritterguts Selchow in Brandenburg. Der neubarocke Bau wurde 1913 von Alfred Breslauer für den Bankier Paul Mankiewitz errichtet. Seit 2013 wird die Anlage von den heutigen Eigentümern saniert und als Kultur- und Veranstaltungsort vorgesehen.
Schloss Selchow, in der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Landhaus Selchow geführt, ist das Gutshaus beziehungsweise Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Selchow. In jüngerer Zeit wird es zunehmend als Schloss Selchow bezeichnet. Das Gebäude wurde 1913 vom Architekten Alfred Breslauer für den Bankier Paul Mankiewitz errichtet. Es handelt sich um einen neubarocken Putzbau mit dreiachsigem Mittelrisalit, Mansardwalmdach und einer rund zwei Hektar großen Gartenanlage. Aus der Bauzeit gab es an einem Springbrunnen vor dem Haus bronzene Brunnenfiguren eines Hundes und einer Schwanengruppe, die bis Ende der 1990er Jahre vorhanden waren. Während der NS-Zeit wurde die jüdische Familie Mankiewitz zum Verkauf des Gutes gezwungen und emigrierte nach Argentinien beziehungsweise Großbritannien. In der DDR-Zeit diente das Haus nacheinander einer LPG, dem Konsum, einer Bank und zuletzt als Kinderferienlager des Fleischkombinats Eisenhüttenstadt. Seit 1991 stand es leer und verfiel. 2012 erwarben Christoph Kamps und seine Frau Susanne Groß das Anwesen. Seit 2013 lassen sie die Anlage unter dem Namen Schloss Selchow mit eigenen Mitteln und mit EU-Mitteln sanieren und restaurieren. Die neuen Besitzer wollen das Haus öffentlich als Kultur- und Veranstaltungsort zugänglich machen. Genannt werden unter anderem Fahrradgruppen, Yoga-Kurse und Workshops.