Historische Villa und Museum in Potsdam nahe der Glienicker Brücke.
Die Villa Schöningen ist eine historische Villa und ein Museum in Potsdam an der Glienicker Brücke. Das 1843 von Ludwig Persius im italienischen Villenstil für Kurd von Schöning entworfene Gebäude steht seit 1977 unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin.
Die Villa Schöningen ist eine historische Villa in Potsdam, Berliner Straße 86, an der Ecke zur Schwanenallee, wenige Meter westlich der Glienicker Brücke. Das Wohngebäude wurde 1843 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. von Ludwig Persius für Kurd Wolfgang von Schöning im italienischen Villenstil entworfen. Benannt wurde die Villa nach der Stadt Schöningen, dem Herkunftsort der Familie von Schöning. Nach mehreren Besitzerwechseln kam das Haus 1871 an Moritz Jacoby und später an Anna und Hermann Wallich. Nach 1945 verfiel das Gebäude zunehmend. Seit 1977 steht die Villa als Baudenkmal in der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Außerdem liegt sie innerhalb der UNESCO-Welterbestätte Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin. Nach einer denkmalgerechten Sanierung wurde im November 2009 in der Villa ein Ausstellungshaus beziehungsweise Museum eröffnet. Zur Eröffnung anlässlich des 20. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer waren unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Henry Kissinger und Michail Gorbatschow anwesend. Das Haus erzählt auch die Geschichte der Glienicker Brücke, die von 1949 bis 1989 als „Brücke der Spione“ für den Austausch festgenommener Agenten zwischen Ost und West bekannt war. Heute wird die Villa als Museum und Ausstellungshaus genutzt.