Slawische Burgwallruinen auf einem bewaldeten Hügel in Waldsieversdorf.
Burgwall Waldsieversdorf ist eine slawische Wallburg in Waldsieversdorf, Brandenburg, Deutschland. Sie stammt aus dem 7. bis 9. Jahrhundert und verfügt über zwei zur Verteidigung angelegte Erdwälle. Die Anlage, heute ein Kulturdenkmal, bot einst Platz für bis zu 1.000 Menschen und hat archäologische Funde wie Keramik und Werkzeuge erbracht.
Burgwall Waldsieversdorf ist eine historische Stätte in der Gemeinde Waldsieversdorf im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg, Deutschland. Bei dieser Stätte handelt es sich um die Überreste einer slawischen Wallanlage, bekannt als „Burgstall“, die aus dem 7. bis 9. Jahrhundert stammt. Sie liegt auf einem bewaldeten Hügel zwischen dem Großen und dem Kleinen Däbersee und diente der örtlichen Bevölkerung als Verteidigungsanlage. Die Anlage besteht aus zwei Erdwällen, die Angreifer abwehren sollten, die sich von Westen näherten. Mit einer Fläche von etwa 3,5 Hektar ist die Wallanlage ein klassisches Beispiel des Feldberger Typs und verfügt sowohl über eine Hauptburg als auch über eine Vorburg. Diese Art von Befestigung war in der frühen slawischen Zeit verbreitet und bot bis zu 1.000 Menschen einen befestigten Zufluchtsort. Im 9. Jahrhundert wurde die Wallanlage, wie viele ähnliche Strukturen jener Zeit, aufgegeben. Archäologische Ausgrabungen an der Stätte förderten Keramikscherben, Schleifsteine, Tierknochen und eine eiserne Sichel zutage und geben Einblicke in das tägliche Leben und die Aktivitäten ihrer früheren Bewohner. Heute ist Burgwall Waldsieversdorf als Kulturdenkmal in Deutschland anerkannt und bewahrt die historische Bedeutung dieser frühmittelalterlichen Befestigung.