Ehemaliger Standort einer hölzernen Höhenburg auf dem Teufelsberg bei Landin, Brandenburg.
Burg Landin ist die Ruine einer verlassenen Höhenburg bei Landin in Kotzen, Brandenburg, Deutschland. Sie steht auf dem 55 Meter hohen Teufelsberg, auch Rhinsberg genannt, im Havelland. Archäologische Ausgrabungen fanden Spuren einer starken hölzernen Gipfelburg aus dem 12. Jahrhundert mit einem zentralen Bergfried sowie frühere neolithische und slawische Überreste.
Die Burg Landin ist eine verlassene mittelalterliche Höhenburg in der Nähe des Dorfes Landin in der Gemeinde Kotzen, Brandenburg, Deutschland. Sie liegt auf dem 55 Meter hohen Teufelsberg, auch Rhinsberg genannt, und ist ein bedeutendes archäologisches Denkmal. Die Burg war im Mittelalter die einzige bekannte Höhenburg in der Region Havelland, wo Niederungsburgen, wie etwa Sumpfburgen, typischer waren. Archäologische Untersuchungen, unter anderem durch Alfred Götze im Jahr 1899 und später durch Felix Biermann und Normen Posselt, brachten eine reichhaltige Kulturschicht mit frühdeutschen Keramikscherben, Steinen, Tierknochen und Hinweisen auf slawische Gräber und neolithische Siedlungen zutage. Die vollständig aus Holz errichtete Burg verfügte über einen zentralen Bergfried und war in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts dicht besiedelt. Ihre Bauweise ähnelte der im Harzvorland unter askanischer Herrschaft und diente als nördliche Verteidigung der von den Askaniern kontrollierten Mark Brandenburg. Die Stätte ist als geschütztes archäologisches Denkmal registriert und unterstreicht ihre historische Bedeutung als deutsche mittelalterliche Burg, neolithische Siedlung und slawischer mittelalterlicher Begräbnisplatz. Heute bieten die Überreste der Burg Landin Einblicke in die mittelalterliche Geschichte und das kulturelle Erbe der Region.