Renaissance-Schloss, erbaut auf dem Gelände eines ehemaligen Klosters in Brandenburg, Deutschland.
Schloss Doberlug ist ein vierflügeliges Renaissanceschloss in Doberlug-Kirchhain, Brandenburg, Deutschland. Es wurde von 1551 bis 1676 an der Stelle eines ehemaligen Zisterzienserklosters erbaut und diente später als Jagdresidenz, Verwaltungssitz und Kaserne. Heute ist es ein Museum und Ausstellungsort.
Schloss Doberlug ist ein Renaissance-Schloss in Doberlug-Kirchhain, Brandenburg, Deutschland. Es wurde an der Stelle eines ehemaligen Zisterzienserklosters errichtet, das 1541 säkularisiert wurde. Der Bau des Schlosses begann 1551 unter Heinrich von Gersdorff, der das Abtshaus in eine vierflügelige Anlage umgestaltete. Im Laufe der Jahre diente es verschiedenen Zwecken, darunter als Jagdschloss und als adeliger Wohnsitz. 1623 erwarb Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen das Schloss, und sein Sohn Christian I. vollendete den Bau 1676. Das Schloss weist einen leicht unregelmäßigen rechteckigen Grundriss auf, ist von einem trockenen Graben umgeben und hat weiße Fassaden sowie rote Ziegeldächer. Zu den bemerkenswerten architektonischen Elementen gehören Wendeltreppen, ein runder Brunnen im Innenhof und Ziergiebel. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss zur Witwenresidenz und beherbergte später verschiedene Verwaltungsbehörden. Im 20. Jahrhundert diente es als Kaserne der Nationalen Volksarmee. Restaurierungsarbeiten begannen Ende des 20. Jahrhunderts, und 2014 war es Schauplatz der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung. Heute fungiert Schloss Doberlug als Museum und bietet Führungen sowie Ausstellungen an, die seine reiche Geschichte und das kulturelle Erbe der Region beleuchten.