Denkmalgeschütztes Schlossgebäude von 1480 in Ortrand in Südbrandenburg.
Das Lehnsmühlschloss ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Südbrandenburg. Es wurde 1480 erbaut und 1912 bei einem Brand beschädigt. Zu DDR-Zeiten nutzte der VEB Holzverarbeitungswerk Ortrand es als Wohnhaus und Lagerraum. Auffällig sind das Sandsteinportal und der Renaissancegiebel.
Das Lehnsmühlschloss ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der südbrandenburgischen Stadt Ortrand im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Es wurde 1480 erbaut und gehörte zur Lehnsmühle, die aus einer Mühle und einem herrschaftlichen Gut bestand. Der Gutsbezirk Lehnsmühl war als landesherrliches Lehen mit eigenem Niedergericht bis 1904 beziehungsweise 1906 neben der Stadt Ortrand eigenständig. Ein Kaufvertrag von 1715 nennt zum Gut unter anderem ein steinernes Wohnhaus mit Seitengebäude und Ställen, eine Mahlmühle, sechs Stampen, eine gangbare Bretmühle, eine Gerberwalke, ein Ölschlägel, ein Bleichhaus sowie weitere Wirtschaftsflächen. 1912 wurde das Gebäude bei einem Brand beschädigt. In der DDR-Zeit nutzte der VEB Holzverarbeitungswerk Ortrand das Haus als Wohngebäude und Lagerraum. Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein Satteldach. Die schlichte, verputzte Front aus Back- und Bruchsteinen ist in Traufhöhe mit Zahnschnitt verziert. Das Sandsteinportal zeigt zwei Sitzruhen, eine durch Hohlkehlen gegliederte Einfassung, eine Eierstabranke, zwei Engelköpfe und eine Halbbogenarkade. Der ursprüngliche Renaissancegiebel in Klinkerbauweise ist durch Simsreihen gegliedert und besitzt Voluten und Blendbögen. Im Inneren sind Sandsteinplatten, ein Jagdzimmer, ein Großes Zimmer und noch erkennbare profane Malereien erwähnt.